Was ist ein Dojo?

Dojo [do:dzo:] (jap. Ort des Weges) bezeichnet einen Trainingsraum für verschiedene japanische Künste (Budo) wie z. B. Kyudo, Judo oder Aikido. Im übertragenen Sinne steht der Begriff auch für die Gemeinschaft der dort Übenden. Auch wenn in der westlichen Welt ein Dojo meistens eine normale Sporthalle ist, so gelten für die Sportler und Gäste bestimmte Verhaltensregeln (Reishiki), die als Ausdruck der guten Manieren untereinander und des Respekts gegenüber dem Lehrer, der Tradition und dem Dojo anzusehen sind, z.B.:

 

  • Vor dem Betreten der eigentlichen Übungshalle sind die Schuhe auszuziehen, damit der Boden nicht mit Straßenschmutz verunreinigt wird.
  • Betritt man den Dojo, verbeugt man sich in Richtung Shomen (Vorderseite). Man zeigt mit dieser Verbeugung, dass man sich dessen Regeln unterwirft.
  • Laute Geräusche :) oder Unterhaltungen sind unerwünscht, da die Übenden nicht gestört werden sollen.

 

Verhaltensanweisungen dieser Art sind nicht nur traditionell zu begründen, sondern für die Übung grundsätzlich von Nutzen. Ein Anfänger im Taiko muss noch nicht sofort mit der Trommel üben, denn es ist ihm möglich, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu schulen, indem er sich darum bemüht, sich im Dojo nach der Etikette zu verhalten, und verstehen lernt, dass Taiko nicht nur mit einer Trommel geübt werden kann. Das Studium des Taiko bedeutet permanente Arbeit an sich selbst, sowohl im Dojo als auch im sonstigen täglichen Leben. Das Ziel eines ausgeglichenen Lebens lässt sich nicht ohne Anstrengung, Respekt vor anderen Menschen und Geduld erreichen. Maximen, dies betreffend, lauten in Japan z.B.: "Beobachte Natur und Menschen aufmerksam und lerne", "Sind Dein Blick und Sinn klar, ist auch die Welt ordentlich und klar".

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